Gedankenkontrolle macht Glücklich!

on Montag, 08 September 2014. Posted in Übungen, LebensWERT

Gedankenkontrolle macht Glücklich!

 Finden Sie hier Tools Ihre Gedanken zu kontrollieren

Lernen Sie "neutral" zu denken und finden Sie dadurch mehr Zufriedenheit und Glück im Leben. Eine Übung wird Ihnen dabei helfen

 

Gehen wir davon aus dass es zwei Arten von Gedanken gibt:

  • Gedanken, die wir bewusst produzieren;
    wenn wir zB etwas durchdenken, planen, uns vorstellen, tagträumen, oder auch sich Sorgen machen, grübeln, sich im Leid suhlen, sich ärgern usw.
  • Gedanken, die automatisch entstehen;
    Alle Sinneseindrücke erzeugen Gedanken es entstehen unbewusste und automatische Denkmuster.

Über 80% unbewusstes Denken täglich

Die meisten Menschen haben keine Ahnung dass wir hauptächlich unbewusst denken, manche sagen wir denken ca. 80 % am Tag unbewusst.
Unser Gehirn funktioniert wie ein Computer, es sucht in absolut jeder Lebenssituation nach Erfahrungen aus der Vergangenheit um die aktuelle Situation damit zu vergleichen.

Bestimmte Sinneseindrücke, Begebenheiten, Umstände oder Begegnungen lösen individuelle Denkmuster aus:
Jeder kennt das, durch den bestimmten Duft des Parfüms der ersten Liebe werden sämtliche Gefühle aktiv die mit der damaligen Situation zu tun hatten. Vielleicht spürt man 20 Jahre danach noch Schmetterlinge im Bauch, spürt Erregungsmuster und die Hormonausschüttung des damaligen Verliebtseins - selbst wenn jemand anderes mit dem gleichen Parfüm den Weg kreuzt.
Das alles hat nichts mit der zwischenmenschlichen Realität oder Liebe zu tun, die Schmetterlinge im Bauch sind lediglich die Reaktion auf die Verknüpfung mit den damaligen Ergeignissen - ausgelöst durch die "Schiene" Parfüm. (Allergien funktionieren übrigens nicht anders, durch eine "Schiene" wird immer wieder ein Alarmsystem ausgelöst die das Unterbewusstsein und den Körper an eine konfliktreiche Situation in der Vergangenheit erinnert. Die allergische Reaktion ein ist im Grunde nichts anderes als ein Versuch des Körpers eine gefährliche Situation, einen Konflikt zu meiden)

Zu weiteren individuellen Denkmustern gehören Glaubensmuster, innere Überzeugungen, Konzepte, Veranlagungen, Eindrücke aus der frühesten Kindheit, Abspeicherungen die im Mutterleib entstanden sind, sowie Traumata und Muster aus den Ahnenreihen.
Aus diesen Denkmustern können wir allerdings nicht so leicht aussteigen, da uns unzählige Ereignisse in unserem Leben geprägt haben und ständig Gefühle und Emotionen automatisch hervorrufen. Daraus entstehen Dynamiken die ganz unwillkürlich, also unbewusst passieren.

Freilich gibt es verschiedene hilfreiche Methoden um Verhaltensmuster aufzulösen und neue zu durchbrechen. Die Gedankenkontrolle ist ein Tool das Sie selbst im Alltag anwenden können.

Aussteigen, aber wie?

Gedanken - egal ob besusst oder unbewusst verursachen also Gefühle. Unsere Gefühle selbst können wir nicht beeinflussen, unsere Gedanken aber schon.
Unser Verstand ist allerdings ruhelos - versuchen Sie einmal nicht zu denken! Gelingt das wirklich? Ich glaube nicht (lange). Hauptsache unser Verstand ist beschäftigt. Es ist ihm allerdings egal womit er beschäftigt ist. Es ist ihm egal ob er Gedanken die uns glücklich oder unglücklich machen denkt.

Jedes Mal wenn wir bewusst entscheiden was wir denken, wohin oder worauf wir unseren Fokus richten haben wir die Möglichkeit unsere Gedanken willentlich zu beinflussen.
Durch den bewussten Umgang mit unseren Gedanken können wir lernen aus destruktiven Gedankenmustern auszusteigen.
Denken wir vermehrt Gedanken die uns glücklich machen werden vermehrt Hormone ausgeschüttet die uns Glücksgefühle bringen.


Übung:

Versuchen Sie sich vorzustellen wie ein Gedanke von Außen in Ihren Kopf strömt. Nehmen Sie wahr wie Sie den Gedanken in einem Bruchteil einer Sekunde bewerten und spüren Sie das durch den Gedanken ausgelöste Gefühl. Was macht das Gefühl mit Ihnen? Macht es Sie freudig und zufrieden oder eher ängstlich, traurig oder wütend?
ENTSCHEIDEN SIE DASS DER GEDANKE BLEIBEN DARF WENN ER SICH GUT ANFÜHLT. SCHICKEN SIE DEN GEDANKEN WEG WENN ER SIE ÄNGSTLICH, TRAURIG ODER WÜTEND MACHT.


Versuchen Sie einmal einige Minuten lang diese Übung zu praktizieren. Vielleicht werden Sie feststellen, dass ein gleicher, schwerer Gedanke immer wieder kommt. Das ist völlig normal. Diese Übung eignet sich sehr gut um einen unerwünschten Gedankenstrom fürs erste zu unterbrechen, es braucht allerdings ein wenig Anstrengung und Disziplin. Versuchen Sie dran zu bleiben.

Neutrales Denken - eine Alternative?

Unser Denken, die Schöpfung und das Universum scheint "dual" zu sein. Es braucht immer zwei Gegensätze, nämlich plus und minus oder hell und dunkel um einen Zustand begreifen zu können. Ohne Licht gibt es keinen Schatten, ohne falsch gibt es kein richtig, ohne Mangel keine Fülle, ohne Leid keine Freude, ... usw.
Wer dieser Polarität entkommen will kann sich einer dritten Komponente, einer Lebensanschauung, zuwenden und sie zunutze machen, nämlich der Neutralität.

Mit einer neutralen Lebensanschauung können wir Schmerz, Sorgen und Ängste nach und nach vermindern. Hierfür ist es wichtig den Ist-Zustand anzunehmen und auch zu würdigen. Alles hat seine Berechtigung, und ich entscheide mich für das neutrale Annehmen der jetzigen Realität.

 

Eine neutrale Lebensanschauung bedeutet

  • Widerstände aufzugeben und im Jetzt zu leben
  • zu erkennen, das Beste aus jeder Situation zu machen, es so gut zu machen wie es im Moment eben geht (anstatt sich zu sagen und zu verurteilen "ich bin nicht würdig, das hätt ich besser machen können, ich bin nicht gut genug, ..."
  • den Weg zum Ziel zu machen
  • den Moment anzunehmen und zu genießen (tatsächlich betreffen Gedanken der Schwere nicht wirklich den Moment, sondern die Vergangenheit - und Ängste betreffen meist die Zukunft; oder hatten Sie schon mal Angst gestern zu scheitern?)
  • bereit sein das Leben so zu nehmen wie es kommt
  • mit dem Fluss des Lebens zu gehen, "ja" zu sagen (anstatt dagegen anzukämpfen und "nein" zu sagen)


Übung: Gedanken neutralisieren

  • Stellen Sie sich ein Problem aus Ihrem Leben vor und beschäftigen Sie sich ein paar Minuten damit
  • Bewerten Sie es auf einer Skala von 0-10 wie sehr es Sie stört (0= kaum, 10= sehr)
  • Machen Sie sich bewusst, dass der Verstand die Sache ins Negative gestellt hat und bringen Sie es nun ins Neutrale: Stellen Sie sich eine neutrale Plattform vor und platzieren Sie die Sache dort. Geben Sie die Sache frei, übergeben Sie die Sache Ihrem höheren Bewusstsein, damit sich die negativen und positiven Affinitäten aus Ihrer Vorstellung auflösen können
  • Bewerten Sie anschließend erneut die Sache auf einer Skala von 0-10 und stellen Sie den Unterschied fest

Gönnen Sie sich diese neutrale Lebensanschauung wenn Sie grübeln oder von negativen Gedanken getrieben werden. Diese Tools brauchen Übung und Disziplin. 
Je bewusster Sie mit Ihren Gedanken umgehen desto eher lösen sich Ihre Widerstände. In der Negativität gefangen zu sein bedeutet immer Mangel. Sein leben positiv auszurichten bedeutet an Wünschen und deren Erfüllung zu arbeiten, was meistens mit viel Arbeit, Mühen und Anstrengung verbunden ist.
Mit einer neutralen Lebensanschauung werden Wünsche und Ziele aufgegeben, oder besser gesagt losgelassen. Dadurch wird das Leben einfach und mühelos. Das Leben beginnt zu fließen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß in jenen Momenten in denen das gelingt!

 

 

 

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