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Vernachlässigte Bedürfnisse bei Depression

on Mittwoch, 07 März 2018. Posted in LesensWERT

Was Sie für sich tun können

Vernachlässigte Bedürfnisse bei Depression

Erfahren Sie in diesem Blogartikel welche Bedürfnisse Sie wie erfüllen können um depressiven Verstimmungen weniger Chance zu bieten.

 

Viele Menschen zeigen in Phasen mit depressiver Verstimmung eine Reihe von überbetonten Bedürfnissen und Strategien, die den Zustand der depressiven Gemütslage aufrecht erhalten oder sogar verschlimmern – ohne wirklichem Verständnis und Bewusstsein für diese Dynamik.

 

Sich anpassen um geliebt zu werden

Wir lernen früh uns anzupassen und uns unterzuordnen. Bereits im Säuglingsalter sind wir von unseren Eltern zutiefst abhängig um zu übreleben - denn, sorgen unsere Eltern nicht für uns, sind wir dem Tode geweiht. Wir beginnen zu beobachten und uns so zu verhalten um unsere Bedürfnisse erfüllt zu bekommen.

Diese lebensnotwendige Anpassung wird zur Konditionierung und bringt eine Reihe von "Antworten" auf der Gefühls- und Bedürfnisebene mit sich. Beispielsweise fühlen wir uns zugehörig indem wir uns anderen anpassen, uns selbst verurteilen und manchmal auch überfordern. Nicht selten stellen wir uns zurück, übergehen unsere eigene Bedürfnisse, unterdrücken unsere eigene Meinung, „verbiegen“ uns um eher von den anderen angenommen zu werden.
Viele haben auch gelernt geliebt zu werden, wenn sie (mehr) Leistung und Pflichterfüllung erbringen oder andere glücklich machen oder die Bedürfnisse der anderen erfüllen. Hierzu zählt auch das sich um andere Kümmern, das Übernehmen der Verantwortung von anderen anstatt der Zuwendung zu unserer eigenen Innenwelt und unseren eigenen Bedürfnissen.

 

Eigenverantwortung leben oder Verantwortung übernehmen?

„Die anderen zuerst“ ist ein für viele löblicher Satz, der vielleicht einen Bonus für ein Minusgeschäft im „Gute-Taten-Saldo“ darstellen kann.
Dabei können wir tatsächlich nur Verantwortung für uns selbst übernehmen – sofern das Ergebnis Früchte tragen soll (ausgenommen ist die Verantwortung für unsere Kinder).
Übernehmen wir die Verantwortung von anderen, nehmen wir ihnen übrigens auch die Chance das jeweilige Problem selbst zu lösen und somit ein Erfolgserlebnis, „selbstwirksam“ und kompetent in der eigenen Situation zu agieren. Möglich, dass wir dadurch auch persönliche Entwicklung verhindern – die der anderen, und auch die eigene.
Wir können nicht die Welt retten, aber wir können sie zu einem besseren Ort machen wenn wir vor der eigenen Haustüre kehren und Eigenverantwortung für uns selbst und unsere Situation übernehmen.

 

Gerade in Zeiten mit depressiven Verstimmungen ist es wichtig vernachlässigte Bedürfnisse zu erfüllen:

 

  • Uns selbst wichtig nehmen und an uns selber denken: unsere Bedürfnisse wahrnehmen und erfüllen

  • Die eigene Meinung sagen: verschafft uns eine Position und verdeutlicht wie wir Dinge sehen und Situationen einschätzen. Wir spüren uns selbst und zeigen einen Teil unserer Persönlichkeit wenn wir unsere Meinung kundtun.

  • Nein-Sagen: Manchmal bedeutet einen Standpunkt zu beziehen auch Abgrenzung – Wir stehen für uns ein, anstatt uns zu verbiegen. Nein-Sagen heißt oft „nein, ich erfülle die Bedürfnisse DER ANDEREN nicht“

  • Gefühle wie Wut und Aggression erlauben: um uns zu wehren, unser „Revier“ zu verteidigen, unseren Raum einzufordern und uns selbstbehauptend ausdrücken– und damit auch wieder Verantwortung für „unseren Platz in der Welt“ zu übernehmen

  • Liebevoll und verständnisvoll mit eigenen Grenzen umgehen:  Verantwortung übernehmen, wenn uns etwas zu viel wird indem wir nachsichtig und nett zu uns selbst sind

  • Nehmen: Angebote von Unterstützung, Zuwendung und Fürsorge von anderen für uns selbst annehmen oder um Hilfe bitten

  • Für Erholung, Entlastung, Schonung und Geborgenheit sorgen

  • Kontrollierbarkeit von Erfolg erleben: indem wir uns realistische Ziele setzen

  • Akzeptanz: Uns um unserer Selbst willen akzeptieren (mit allen hellen und dunklen Seiten) anstatt uns für erbrachte Leistung zu lieben und akzeptieren

  • Annahme: Unser Selbst annehmen

  • Wertschätzung: Uns selbst wert-schätzen

  • Genießen: Mehr desselben tun was gut tut

 

Bei Fragen und Interesse zu meinem Begleitungsangebot nutzen Sie bitte das kostenlose Erstgespräch via Telefon. Ich freue mich auf Ihren Anruf.
Tel. +43 (0)650 / 303 22 84

 

 

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